* Startseite     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt



* Themen
     Momentaufnahme
     Blutendes Herz
     Ich


Webnews







Blutendes Herz

Ekel

Ich habe mir den Finger in den Hals gesteckt und gekotzt.

Normalerweise esse ich wenig bis gar nichts. Aber heute abend überkam es mich. Ich hatte wahnsinnigen Hunger und ich habe gegessen. Hinter her habe ich mich mies gefühlt. Nein. Bereits währenddessen. Ich bereute jeden einzelnen Bissen, aber ich konnte nicht aufhören.

Gefrustet stand ich danach vor dem Spiegel. Mein Bauch wölbt sich wegen des Essens vor. Es sieht ekelerregend aus. Widerlich. Isch schau hinüber zur Kloschüssel. Ich konnte das noch nie. Mich zum Kotzen bringen. Aber heute steckte ich mir den Finger in den Hals, atmete weiter und auf einmal sah ich meine Nudeln wieder.

Ich habe es nicht lange ausgehalten. Musste mehrmals ansetzen. Meine Augen tränten dabei und meine Nase wurde sofort dicht. Ich bekam keine Luft mehr. Es strengte höllisch an und das, obwohl die Ausbeute eher mickrig war. Ich bin noch lange nicht alles los, aber ich kann nicht mehr.

Was mache ich da eigentlich?

Ich werde gleich nochmal Sport machen. Heute morgen habe ich schon eine Stunde hinter mich gebracht. Jetzt kommt die nächste. In der Hoffnung, dass es mir dann besser gehen wird. Der Fressanfall nicht ansetzt. Die Disziplin von Tagen nicht wegen eines dummen Momentes zerstört. Ich könnte heulen. Aber ich kann nicht mehr heulen. Ich fühle mich vollgestopft und leer zugleich.

10.10.07 23:17


Einsam

Ich fühle mich so verletzlich. Darum tue ich immer so, als ob mich nichts berühren könnte. Immer schön die Fassade aufrecht erhalten.

Ich weiß, es ist paradox. Denn je cooler und unbeteiligter ich mich gebe, desto mehr halte ich die Menschen auf Distanz. Aber ich kann keine Nähe herstellen. Ich kann meinen Körper hingeben. Kann Nähe durch Berührung geben. Leidenschaftlich sein.

Nur meine Seele. Die kann ich nicht zeigen. Ich möchte mich Dir öffnen, aber ich kann es nicht. Ich weiß einfach nicht wie. Mir fehlen die Worte. Ich bin sprachlos. Möchte Dich festhalten. Dir sagen, wieviel Du mir bedeutest. Aber ich kann nicht. Ich sitze da. Schaue Dich an. Mein Herz rinnt über. Aber meine Lippen bleiben verschlossen und in meinem Kopf tost der Sturm.

Ich fühle mich eingeschlossen in mir selbst.

4.10.07 22:36


Verblutet

Heiße Tropfen Blut perlen aus meinem Herz heraus.
Sie rinnen aus meinen Augen.
Fließen unter meinen Nägeln hervor.
Heiß glüht der Schmerz in mir.
Alles brennt.
Egal was passiert.
Egal was geschieht.
Das Lächeln ist versiegt.
Nur kurze Momente eines vermeintlichen Glückes noch möglich.
Die zur Unwirklichkeit versiegen sobald ich wieder allein in mir bin.
Abgeschnitten von den Menschen.
Nur das Blut rauscht in meinen Ohren.
Egal wie nah ich Dir auch komme.
Ich bin immer allein.
Denn meine Seele ist schon vor Jahren verblutet.

4.10.07 22:26





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung